Ein sehr erfolgreiches und aufregendes Wochenende war das!

Zwei internationale hochbesetzte Wettkämpfe an einem Wochenende in der Slowakei und in Slowenien …und 3 UWW-Turnerinnen plus eine Gastturnerin waren dort! Ein unvergessliches und hoch motivierendes Wochenende für Steffi, Oli, Megan und Bibi!

Stephanie Dittert beim Gym Festival in Trnava am Podest neben Anna Pavlova (RUS)

Zum ersten Mal in 25 Jahren haben heuer österreichische Turnerinnen am  Gym Festival in Trnava (Int. Slowakische Meisterschaften) vom 2.-3. Juni teilgenommen.
In der Kategorie JUN/SEN nahmen 21 Turnerinnen aus 10 Nationen teil, unter anderem Olympia-Medaillengewinnerin Oksana Chusovitina (GER) und Anna Pavlova (RUS).
Viele Turnerinnen nutzten den stark besetzten Wettkampf als letzten Test vor den Olympischen Spielen 2012 in London.

Stephanie Dittert, unser Aushängeschild der Union West-Wien, erreichte den 8. Platz im Mehrkampf mit neuer persönliche Bestleistung von 50,000 Pkt, trotz eines Balkensturzes, aber sonst einem gut durchgeturnten Wettkampf!

Weiters konnte sie sich für zwei Gerätefinalis qualifizieren!

Als jeweils Achte zog sie ins Sprung- und Stufenbarrenfinale ein!

Im Finale am Stufenbarren verbesserte sie sich auf den 6. Rang! Alle Achtung! Am Boden überraschte sie mit einer sehr sauber geturnten Übung (12,750 Pkt.) und erreichte den ausgezeichneten, nicht erträumten aber realen 3. Platz hinter Anna Pavlova (RUS) – eine der weltbesten Turnerinnen – und Pia Tolle (GER). Beide Turnerinnen werden bei Olympia starten! Sogar eine rumänische WM-Teilnehmerin, Raluca Haidu, war hinter Steffi !

Das ist ein sehr schöner Erfolg, denn wie oft ist eine Wienerin schon mit einer mehrfachen Olympia-Medaillengewinnerin gemeinsam am Podest gestanden?

Fotos:
1.Bodenfinale: v.li: Pia Tolle (GER) , Anna Pavlova (RUS) und Stephanie Dittert (AUT)
2. Anna Pavlova und Steffi
3. Oksana Chusovitina (GER, älterste weltbeste Tui und mehrfache Olympiateilnehmerin) und Steffi

 

Mein erster internationaler Wettkampf:

1.-2.6.2012 in Maribor, Slovenien

Verfasst von Megan Laybourne

Abfahrt war um 11:40 vormittags von Wien. Gemeinsam fuhren Oli, Bibi, Barbara, Brigitte und ich mit Barbara am Steuer 2,5 Stunden nach Maribor. Dort angekommen sahen wir gleich den Senioren des Challenge Cups zu. Darunter befanden sich mehrere Olympiasieger, ehemalige Olympia-Teilnehmer und Olympiastarter für London. Vor allem haben uns der echt fesche Holländer Epke Zonderland (Weltmeister am Reck 2012 und Olympiastarter 2012), die Brasilianerin Dos Santos (Olympiasiegerin am Boden 2004) und das polnische Ehepaar Martha Pihan-Kulesza und Roman Kulesza (einen Flugteil am Reck, den fast jeder Topathlet nun in seiner Übung hat, erfunden und wurde nach ihm benannt) begeistert.

Danach hatten wir Training in einer anderen Halle, wohin uns ein Shuttle Bus brachte. Während dem Training fielen uns 3 junge Kanadierinnen (11, 12 und 14 Jahre) auf. Sie waren tolle Turnerinnen und wie sich beim Wettkampf herausstellen sollte, hatten sie noch viel mehr drauf, als sie beim Training zeigten. Anschließend gingen wir zu Fuß zum Hotel, dass sich in der Altstadt befand. Es war ein weiter Weg!

Der Wettkampf lief für uns ganz gut. Wir erreichten in der Teamwertung den 8. Platz. Bibi wurde mit einer hervorragenden Bodenübung (4. Platz) und einem sehr gut gelungenem Sprung 12te. Oli stand die 1,5 Schrauben am Boden super und wurde 26. von 36. Ich belegte den 30. Platz*. Gefreut habe ich mich über meine gestandene Balkenübung mit Seit- und Schrittsalto. Barbara musste am Balken „Kampfrichtern“ und unsere Betreuerin war daher Brigitte.

Schade war, dass der Sprecher nur Slowenisch sprach und nicht Englisch, so verstanden wir leider nichts. Interessant war, dass nur wenige Teilnehmer mit Reckbändern am Stufi turnten, stattdessen rieben sie die Holme mit Honig ein. Die ersten 3 Plätze in unserer Kategorie (Junioren) belegten die Kanadierinnen (1. Olsen Shallon, 2. Woo Victoria, 3. Woo Rose), von denen die Jüngste Yurtschenko mit Doppelschraube am Sprung turnte – WOW! Sie alle legten fast olympiareife Übungen an jedem Gerät ab. Zum Beispiel turnte Shallon am Balken 3 E und 4 D-Teile mit 4 Bonus-Verbindungen oder am Stufi einen „neuen“ Abgang: Doppelsalto vorwärts gebückt (E). Leider sind sie noch zu jung um in London teilzunehmen. Vielleicht klappt es ja in 4 Jahren in Rio de Janeiro. Wir wünschen ihnen viel Glück!

Nachdem Wettkampf ging es ausgehungert zum Bankett. Dort trafen wir fast alle Turner wieder. Wir saßen mit den Kanadierinnen am Tisch, mit denen wir uns auf Englisch unterhielten und sogar Facebook Adressen austauschten. Alle schön angezogen sahen wir auch Epke Zonderland wieder, und machten gemeinsam Fotos. Nach dem herrlichen Essen saßen wir erschöpft wieder im Auto nach Hause – Ankunft um 1:30 in der Früh.

Es waren zwei anstrengende, aber auch sehr erfahrungsreiche Tage. Unser Team hatte super viel Spaß, und daher freue ich mich schon auf den nächsten (internationalen) Wettkampf und hoffe, dass wir vielleicht eines Tages Epke und die Kanadierinnen wiedersehen.

* Megan turnt erst seit ca. 10 Monaten leistungsmäßig!

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