FICEP 2012 in Duisburg/Krefeld – Steffi Dittert (UWW) ist Ficep-Europameisterin!

Vom 12.-15.7.2012 fanden die Europameisterschaften der christlichen Verbände, die zirka im 5-Jahresrhythmus veranstaltet werden, in Duisburg/GER statt.

Erstmals gab es ein Juniorinnenteam, dass vollständig nur aus UWW-Turnerinnen bestand und somit die gute Nachwuchsarbeit im Verein bestätigt.

Als jüngstes Team und nur mit 5 Starterinnen belegten sie den 4. Platz. Das Startgerät Stufenbarren war leider nicht unser stärkstes Gerät am Freitag, den 13. Unseren drei stärksten Mädel gelang es leider nicht ohne Sturz durchzuturnen, was sich stark in der Endnote zeigte. Am Balken zeigten alle 5 Tui schon schöne hochwertige
Elemente, leider aber auch mit Abstiegen. Boden war dafür sehr gut und ihre Choreographien und gymnastischen Sprünge sind schon auf intern. Niveau.
Am Sprung beendeten sie den WK mit sauberen Überschlägen bzw. Halbe-Halbe.
Bei den Seniorinnen bestand das Team aus einer Tui der UWW, zwei Tui,
die bei der UWW als Gastturnerinnen trainieren, eine Tui aus Tirol und
eine aus Salzburg. Leider waren 3 Tui verletzt und konnten nicht alles
turnen, kämpften aber brav für die Mannschaftswertung. Sie wurden mit
Bronze belohnt.

Stephanie Dittert zeigte saubere und gelungene Übungen und gewann
zurecht den 1. Rang im Mehrkampf mit 50,2 Punkten. Ihre Teamkollegin
Lena Klaban hatte auch einen guten Tag und beendete den Wettkampf an
4. Stelle mit 46,55 Punkten.

Xheni Dyrmishi war eine Klasse für sich, zeigte Übungen mit nur
„Minifehler“, und siegte überlegen mit 80,45 Punkten, obwohl die
Konkurrenz auch stark war. Das schweizer Team, mit dem Xheni in einer
Riege turnte und ihm dankenswerter Weise auf so manches Gerät gehoben
hat, hätten ihn gern und sofort ins Team aufgenommen. Vielleicht
machen wir ja bei den nächsten FICEP eine Ö-CH-Team!

Finaltag

Dank der Quotenregelung, das jeweils die zwei besten Tui bzw. Tu einer
Nation am Gerät ins Final kommen, hatten einige unserer Tui und Xheni
noch einen langen WK-Tag zu absolvieren.

Finale – Juniorinnen

Luka (6. Platz) und Megan (7. Platz) vertraten uns am Sprung. An
unserem „schwächsten Gerät“ vom Vortag, dem Stufenbarren, zeigten
Olivia (sehr guter 4. Platz), und Luka (6. Platz) saubere und
durchgeturnte Übungen.
Am Balken präsentierte Jasmin (8. Platz), liebevoll „Blondi“ genannt
und jüngste im Finale ihre schweren Elemente sauber, musste aber 3
Stürze verbuchen. Ohne diesen wäre sie unter den ersten Drein gewesen!
Mit ihrer sauberen Präsentation aber leider mit einem Sturz erreichte
Olli den 6. Rang.
Die Bodenübung von Olivia war sehr ausdrucksstark, dass uns sogar die
deutschen Trainer ihre Anerkennung kund taten. Leider etwas
unterbewertet wurden es wieder nur der 4. Platz. Jasmins Übung war
choreographisch und technisch sehr sauber. Sie erreichte den 6. Platz.

Finale Seniorinnen

Nach dem umständlich in die Länge gezogenen WK der Junioren, setzten sich einige Trainer dafür ein, dass es bei den Senioren etwas schneller voran ging.

Unser Aushängeschild der UWW, Stephanie Dittert nahm sich viel vor.
Am Stufenbarren erreichte sie den hervorragenden 2. Platz nach Marie-Sophie Boggasch, die selbst von ihr überrascht war, dass ihr alles in der Übung gelang.
Am Balken stieg sie leider einmal ab, hätte aber nach Meinung vieler Zuseher mehr Punkte verdient. So wurde es nur der 4. Platz. Voll konzentriert, nach der schweren Enttäuschung, zog sie ihre Bodenübung durch und konnte sich dafür noch die Silberne Medaille abholen.

Unsere Gastturnerinnen Lena Klaban belegte am Sprung und am Balken jeweils den 5. sowie am Boden den 6. Platz. Caroline Kittender wurde am Sprung 6.

Unsere Mannschaftskollegin aus Tirol Christine Meixner sicherte sich am Balken mit einer sicher präsentierten Übung den hervorragenden 2. Platz und
am Stufenbarren den 8. Platz.
Miriam Benmoussa aus Salzburg, stürzte leider beim ersten Sprung und musste dem 8. Platz hinnehmen.

Finale Senioren

Xheni hat sich für alle 6 Finale qualifiziert! Am Boden wollte er seine volle Übung riskieren, doch leider war die Doppelschraube vorwärts zu flach und er stürzte. Somit nur Rang 5. Seitpferd, sein Paradegerät, meistere er fabelhaft (14,15 Punkte = Rang 1) und die
Halle tobte. Die Ringe waren eine sehr knappe Entscheidung, worüber auch nachher noch diskutiert wurde. Um 0,05 Punkte am ersten Platz vorbei – Silber. Am Sprung versilberte er sich auch mit zwei sehr guten Sprüngen. Trotz gröberen Fehlern am Barren, mit einigen Schritte vorwärts im Handstand, einem Zwischenschwung und einem großen
Ausfallschritt bei der Landung, erreichte er unerhofft den 2. Platz.
Zum Abschluss scherzte ich noch, im Wissen, dass Reck nicht sein stärkstes Gerät ist und die Konkurrenz gut ist, und sagte zu Xheni: „Jetzt hol dir noch eine Goldene!“ und da Xheni folgsam ist, tat er es auch! 🙂

Nach der am Schluss stattfindenden verkürzten Siegerehrung und dem langem Tag, wollten alle nur noch schnell Essen gehen. Jedoch beim Abschlussaben im Strandbad standen wir mind. 40 Minuten dicht zusammengepresst, da es regnete, und warteten bei Grill auf unser Essen. Zum Glück gab es da die lustigen schweizer Turner, mit denen das Warten dann wirklich auch Spaß gemacht hat. Für einige ging es nach einem gemütlichem Abend erst spät ins Bett.

Am Sonntag um 8 Uhr erfolgte die laaaaaannnngggeeee Heimreise mit dem Bus.

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